Weitere Initiativen der Hamburg Kreativ Gesellschaft
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Weitere Initiativen der Hamburg Kreativ Gesellschaft

Protestorientiertes Arbeiten

Das Unternehmen Thomas i Punkt ist seit Jahrzehnten fest in Hamburg verankert. Aus dem originären Family-Office wurde eine große Chosen Family mit mehreren Standorten. Neuzugang: das OMEN Café über der Filiale in der Innenstadt. Ein Design-Rundgang durch vier bunt gefüllte Stockwerke.

Im Marketing würde man sagen: Diese Firma hat mehrere Touchpoints, die sich strategisch über die ganze Stadt verteilen. Was allerdings viel mehr der gelebten Realität entspricht: Thomas i Punkt öffnet für Kund*innen und Gäst*innen an mehreren Orten in der Stadt unterschiedlichste kreative Türen. Neben der Modemarke OMEN, die in Hamburg-Rothenburgsort produziert und in zwei Filialen in der Innenstadt vertrieben wird, gibt es einen bepflanzten Café-Ponton auf der Flussinsel Entenwerder direkt an den Elbbrücken, eine Skatehalle und einen Verein für Kinder. Zuletzt hinzugekommen ist das OMEN Café auf der Mönckebergstraße.

 

Ein Auge für Kunst und ein Herz für Menschen

Noch vor dem Reingehen setzt das unter Denkmalschutz stehende Hülbe-Haus von 1911 einen Akzent. Kommt man durch die Tür, zieht einen die bunte Dekoration in ihren Bann, über die sich die Verkaufsflächen mit Mode und Accessoires vom Untergeschoss bis in den zweiten Stock verteilen; jede Ebene mit einer kleinen abgeschlossenen Welt für sich, clever ergänzt durch eine individuelle Raumgestaltung. Die Liebe zum Detail und der Anspruch perfekter Unperfektheit ist sofort spürbar, auf jedem Quadratzentimeter gibt es etwas anderes zu entdecken.


Ein unbedingtes Feature der Markenfamilie Thomas i Punkt ist die Materialität und deren ganz bewusste Durchmischung: hochwertig, detailverliebt und doch nahbar. Die Haltung hat stets das große Ganze im Blick – so kommerziell wie nötig, so fair wie möglich. "Wir arbeiten protestorientiert", sagt Co-Geschäftsführerin Alexandra Friese, Tochter des Gründers Thomas Friese. Es ist spürbar, dass diese Liebe zur Sache kein konstruiertes Branding, sondern natürlich gewachsen und einfach da ist.

 

Vom Siebdruck zum Filterkaffee

Wer sich in den unteren Etagen satt gesehen hat, macht sich auf in den  dritten Stock und besucht das OMEN Café. Dank Gastro-Partner Chris Balz, der selbst kein unbekannter Hamburger ist, trifft man dort nicht nur auf seltene Kaffeesorten kleiner Röstereien, sondern auch auf selbstgemachte Kuchen und saisonale Snacks.

Sobald man sitzt und in Ruhe den Raum und die bunte kleine Dachterrasse unter die Lupe nehmen kann, geht die kreative Inspiration nahtlos weiter: Neben Maßanfertigungen finden sich aktuelle und zeitlose Designelemente. Alle souverän farbenfreudig und von Brands, die dieselbe nachhaltige Einstellung haben wie die Gastgeber*innen selbst. So finden sich Hersteller wie zum Beispiel Objekte Unserer Tage, Vitra, Jean Prouvé, Johannes Breuer, Fritz Gräber und draußen die knalligen Outdoormöbel von HAY. "Hochwertige Materialien? Für uns eine Selbstverständlichkeit", so  Annika Friese – und die vergoldete Kogge, die den historischen Dachgiebel schmückt, gab es quasi gratis obendrauf.

Sonne tanken, Stöbern, Lesen

Aufgegessen? Ausgetrunken? Dann ab nach ganz oben, wo der Hamburger Onlinestore Coffee Table Mags kurz vor seinem 10-jährigen Bestehen den ersten eigenen Brick-and-Mortar-Shop eröffnet hat. Besucher*innen treffen auf eine kuratierte Auswahl an internationalen Independent-Magazinen, dazu hat der Space unter dem Dach kleine Sitznischen zum Verweilen. Wer sich mit Design und Kunst auskennt, erkennt: Der Fundus ist ziemlich exquisit und thematisch divers. Nicht allein weil Gründer Thorsten Keller ein Händchen für das Medium Print hat. Sondern weil in diesem kreativen Haus einfach alles stimmt, und das merkt man.

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